19.12.2017: Verbände fordern mehr Bioenergie

Der weitere Ausbau der Bioenergie im Wärmesektor stockt. Die nächste Bundesregierung muss deshalb passende Rahmenbedingungen sowohl für effiziente dezentrale Heizungen als auch für Wärmenetze setzen. Das fordert ein Verbändebündnis.

Mit Bioenergie die Wärmewende anheizen

“Die nächste Bundesregierung muss passende Rahmenbedingungen setzen, um die Nutzung von Biomasse für die Erzeugung von Gebäudewärme und industrieller Prozesswärme weiter auszubauen. Darüber hinaus bietet auch der bestehende Anlagenpark biogener Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen großes Potenzial zum Ausbau der klimafreundlichen Wärmeerzeugung”, heißt es in einer Pressemitteilung von Bundesverband Bioenergie, Deutscher Bauernverband, Fachverband Biogas und Fachverband Holzenergie. Für wesentlich halten es die Verbände, dass sich die klimaschädlichen Emissionen fossiler Energieträger im Endkundenpreis widerspiegeln. Auch sollten Kommunen stärker als bisher ihre Aufgabe als Koordinator der Wärmewende wahrnehmen und durch eine vernünftige Wärmeplanung die Potenziale erneuerbarer Wärmequellen vor Ort ermitteln und erschließen. Darüber hinaus müssten wirksame Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Gebäudebestand ergriffen werden, zum Beispiel durch eine Pflicht zu ihrem Einsatz bei einem Heizungstausch, wie sie in Baden-Württemberg existiert.

Bioenergie für die industrielle Prozesswärmeerzeugung fördern

Für die Energiewende bei der industriellen Prozesswärme können laut der Verbändemitteilung oberhalb eines Temperaturniveaus von 150 bis 250 Grad Celsius keine anderen erneuerbaren Energieträger eingesetzt werden. Es würden deshalb biogene Brennstoffe benötigt. Allerdings würden Unternehmen aktuell kaum Anreize bekommen, erneuerbare Energien für ihre Prozesswärme einzusetzen. Als Maßnahme schlagen die Verbände vor, die bestehenden KfW-Förderprogramme auf Industrieanwendungen zu erweitern. 2016 stellten Biogasanlagen, Holzheizungen und Holzheiz(-kraft)werke 148 Terawattstunden Wärme bereit und deckten damit knapp zwölf Prozent des deutschen Endenergiebedarfs für die Wärme- und Kälteerzeugung.

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