18.03.2014: Zukunft Altbau empfiehlt Kaminofencheck

Kaminöfen machen unabhängig von den steigenden Heizöl- und Erdgaspreisen und erhöhen die Behaglichkeit zuhause. Im Jahr 2014 könnte in vielen Anlagen jedoch das Feuer ausgehen. Bis Ende des Jahres müssen ältere Kleinfeuerungsanlagen ausgemustert werden, wenn sie die Grenzwerte überschreiten. “Hausbesitzer sollten deshalb schnellstmöglich einen Kaminofencheck durch einen Fachmann durchführen lassen, um noch Zeit für eine Nachrüstung zu haben”, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau, der Informationskampagne des baden-württembergischen Umweltministeriums.

Zukunft Altbau nennt Stichtage

Die neuen Anforderungen stehen in der novellierten Bundesimmissionsschutzverordnung für kleine und mittlere Feuerungsanlagen, der 1. BlmSchV. Sie verschärft die Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Grenzwerte bei Herden, Kachelöfen, Kaminöfen und offenen Kaminen und legt fest, wann sie gegebenenfalls außer Betrieb genommen werden müssen. Schluss ist ab dem 1. Januar 2015 für Anlagen, die vor 1975 errichtet wurden und die Grenzwerte nicht einhalten. Die 1. BlmSchV betrifft 15 Millionen Anlagen in Deutschland in der Größe ab vier Kilowatt Leistung.

Besitzer von Anlagen, die vor dem 21. März 2010 in Betrieb gegangen sind, können ihre Geräte weiter nutzen, wenn sie die Einhaltung des Staubgrenzwertes von 0,15 Gramm pro Kubikmeter und des Kohlenmonoxid-Grenzwertes von vier Gramm pro Kubikmeter durch eine Herstellerbescheinigung oder durch eine Messung des Schornsteinfegers nachweisen. Liegen die Werte darüber, müssen vor 1975 errichtete Anlagen Anfang 2015 ausgemustert sein. Für Anlagen, die bis 1985 errichtet wurden, gilt das Stichdatum Ende 2017, für vor 1995 errichtete Ende 2020. Alternativ bietet sich der Einbau eines Staubfilters an. Partikelfilter für Holzheizungen gibt es schon seit einigen Jahren. Sie kosten in der Regel zwischen 600 und 1.000 Euro. Zukunft Altbau rät dazu, einen Fachmann oder eine Fachfrau zur Beratung heranzuziehen.

Ausnahmeregelungen beachten

Für neue Anlagen gelten seit der Novelle schärfere Grenzwerte als für Altgeräte. So dürfen zwischen 2010 und 2014 errichtete Feuerstätten nur noch bis zu 0,075 Gramm Staub pro Kubikmeter und 2,0 Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter freisetzen. Die modernen Geräte erfüllen die Emissionsanforderungen in der Regel und brauchen deshalb meist nicht nachgerüstet werden. Ab dem 1. Januar 2015 errichtete Feuerstätten müssen die strengsten Bestimmungen einhalten: Die Grenzwerte wurden auf 0,04 Gramm Staub pro Kubikmeter und 1,25 Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter abgesenkt.

“Wer sich nächstes Jahr einen Holzofen zulegen möchte, sollte ein Gerät mit möglichst niedrigen Emissionswerten installieren”, rät Hegen. Qualifizierte Energieberater oder Ofen- und Luftheizungsbauer gäben hier wertvolle Tipps zum Vorgehen. Die Neuregelung gilt nicht für private genutzte Backöfen und Herde mit einer Nennwärmeleistung unter 15 Kilowatt, ebenso wenig für Einzelraumfeuerungsanlagen, die alleine die Wärmeversorgung einer Wohnung sicherstellen oder vor dem 1. Januar 1950 hergestellt beziehungsweise errichtet wurden.

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