27.03.2015: Cölbe wird mit Nahwärme aus Holz zur Energie-Kommune

Wie die Wärmewende gelingen kann, macht die hessische Gemeinde Cölbe vor. Im Ortsteil Schönstadt versorgt eine Energiegenossenschaft über ein Nahwärmenetz einen Großteil der Haushalte mit klimafreundlicher Holzwärme. Auch wegen dieses Projekts hat sie die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) mit dem Titel “Energie-Kommune” ausgezeichnet.

Cölbe will 100 % erneuerbare Energie

“Die Gemeinde Cölbe macht vor, wie durch das Engagement von Bürgern, Unternehmen und Kommune die Wärmewende mit Leben gefüllt wird”, begründet Nils Boenigk, stellvertretender AEE-Geschäftsführer, die Auszeichnung. Bis 2040 will die Gemeinde Cölbe vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Dabei wird die Nahwärmeversorgung von 290 Liegenschaften im Ortsteil Schönstadt helfen. Seit Oktober 2012 verbindet ein 13 Kilometer langes Leitungsnetz das Holzheizkraftwerk des lokalen Holzunternehmens mit drei Viertel der Haushalte im Ortsteil.

Holzwärme belässt Wertschöpfung im Ort

Mit Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt ein regionaler Holzunternehmer aus den im Betrieb anfallenden Sägespänen ein Megawatt Strom und fünf Megawatt Wärme. Im Vergleich zu Öl oder Gas besitzt die Holzwärme einen verlässlichen Preis und eine positive ökologische Bilanz. Auch die Wertschöpfung vor Ort ist zu vernachlässigen. Allein das eingesparte Heizöl hatte 2014 einen Wert von rund 456.000 Euro.

Einen ausführlichen Bericht zur Energie-Kommune Cölbe finden Sie auf dem AEE-Infoportal unter www.kommunal-erneuerbar.de

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