13.02.2015: Minderung von Feinstaub – auch bei Scheitholz möglich?

Heizen mit Holz liegt im Trend, der Verbrennungsvorgang ist jedoch schädlich für Mensch und Umwelt. Prof. Dr. Heinz Kohler von der Hochschule in Karlsruhe hat daher ein System entwickelt, das bereits bei Pelletsöfen und Pelletsheizkesseln zum Einsatz kommen könnte. Bei Scheitholzöfen ist noch Arbeit nötig.

Feinstaub und Abgase

Das Heizen mit Holz wird nach und nach beliebter und entwickelt sich zum Trend. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, stammt aus heimischen Wäldern, ist leicht zu beschaffen und verbrennt darüber hinaus CO2-neutral. Jedoch hat die Verfeuerung von Holz einen immensen Nachteil: Es entsteht eine Menge Feinstaub und phasenweise eine hohe Konzentration an toxischen Abgaskomponenten.

Optimierung des Verbrennungsprozesses bei Pelletöfen

Eine Arbeitsgruppe um Professor Dr. Heinz Kohler vom Institut für Sensorik und Informationssysteme (ISIS) der Hochschule Karlsruhe hat ein Sensor- und Verbrennungsluft-Regelungssystem entwickelt, das den Verbrennungsprozess in Pelletöfen optimiert und den Schadstoffausstoß damit minimiert. Die Methodik wurde geprüft, kommt aber derzeit noch nicht serienmäßig zum Einsatz. Die Forschung in diesem Bereich ist jedoch noch nicht am Ende – Hein Kohler ist mit seinem Team stets dahinter, an neuen Technologien zu forschen.

Auch im Bereich Scheitholz ist Arbeit nötig

Ein weiteres wichtiges Forschungsfeld ist der Verbrennungsprozess in Scheitholzöfen, bei dem noch wesentlich mehr toxische Feinstäube und Abgase freigesetzt werden als von Pelletöfen. Erstmals werden Gassensoren eingesetzt, die die Restsauerstoffkonzentration und den Gehalt der unverbrannten Abgaskomponenten messen, um die Verbrennungsluftzufuhr zu regeln.

Ein weiter Weg

„Bei der Feinstaub- und Schadgasverringerung aus Scheitholzöfen sind wir schon sehr weit gekommen. Im Labor haben wir teilweise fantastisch geringe Werte gemessen“ erklärt Professor Kohler. Bis zur Praxistauglichkeit des Mess- und Regelsystems für Scheitholzöfen bedarf es jedoch noch weiterer Entwicklungsschritte, die demnächst, falls die beantragten Fördermittel fließen, eingeleitet werden sollen.

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