27.08.2015: Murrhardt arbeitet mit Holzenergie an Wärmewende

Auf Holz bei ihrer Wärmeversorgung setzt die Gemeinde Murrhardt 40 Kilometer nordöstlich von Stuttgart. Derzeit erweitern die Stadtwerke im westlichen Stadtteil das Nahwärmenetz, das unter anderem mit Wärme von Hackschnitzelkesseln gespeist wird. Für ihr Engagement zeichnet sie die Agentur für Erneuerbare Energien als Energie-Kommune des Monats aus.

Murrhardt setzt auf Hackschnitzel

Wenn zum Beginn der Heizsaison im Oktober die Übergabestationen installiert sind, werden 400 Wohneinheiten, alle fünf Schulen, fünf Gemeinde- und Sporthallen, zwei Seniorenheime, das Rathaus und einige Gewerbebetriebe der 13.000-Einwohner-Gemeinde mit der Wärme versorgt. Insgesamt kommen Hackschnitzelanlagen in fünf Murrhardter Heizwerken zum Einsatz. “Indem Holz aus der Umgebung genutzt wird, sind die Transportwege kurz und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird deutlich geringer”, sagt Werkleiter Rainer Braulik. Die Wertschöpfung von Holz und Arbeitskräften bliebe in Murrhardt beziehungsweise im Umland. Außerdem könnten die Forst- und Landwirte, die Holz liefern, ein zusätzliches Einkommen erzielen.

Holz spart Erdöl

Die Stadtwerke Murrhardt betreiben vier Heizwerke, in denen sie Erdgas- oder Ölkessel mit Holzhackschnitzelkesseln kombiniert. Die gesamte installierte Leistung der Heizwerke beträgt sechs Megawatt. In der Saison 2014/2015 haben die fünf Anlagen 3,9 Millionen Kilowattstunden Wärme produziert. Insgesamt benötigen sie dafür 6.000 Schüttraummeter Hackschnitzel pro Jahr. Alleine in den zwei Heizwerken “Weststadt” und “Fritz-Schweizer-Straße” braucht es 3.500 Schüttraummeter. Der Einsatz von Holz ersetzt in diesen beiden Anlagen pro Jahr 280.000 Liter Heizöl.

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