22.11.2017: SenSTEF: Regelung soll Holzfeuerungen sauberer machen

Das Verbundvorhaben SenSTEF hat ein intelligentes Feuerungsprozess-Regelungs- und Monitorsystem für automatisch beschickte Holzheizsysteme entwickelt. Mit ihm können die in der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung festgelegten Grenzwerte für schadhafte Emissionen weit unterschritten werden.

SenSTEF-Projekt entwickelt sensorgestützte Verbrennungsregelung

Bei dem Vorhaben SenSTEF – Sensorgestützte Verbrennungsluftregelung zur Minimierung der Emissionen von Biomasseheizkessel – haben die Partner unter anderem untersucht, welche Sensoren im Abgas von Biomassekesseln zur Datenaufnahme eignen. Außerdem haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ), der Hochschule Karlsruhe sowie der Firma Sick einen sensorbasierten Monitor entwickelt, um Verbrennungsprozesse beschreiben können. Er berücksichtigt neben den gängigen Größen wie Verbrennungstemperatur und Restsauerstoffkonzentration auch den Gehalt der teilweise beziehungsweise nicht verbrannten Abgaskomponenten. “Das Regelungs- und Monitormodul verspricht dem nationalen Markt mit einer hohen Anzahl an kleinen Holzfeuerungen eine Nachrüstoption, sofern diese Anlagen bereits über eine Verbrennungsluftregelung verfügen”, schreibt das DBFZ in einer Pressemitteilung. Unabhängig vom Hersteller könnten auch die neu auf den Markt zu bringenden Verbrennungsanlagen mit dem neuartigen Regelungs- und Monitormodul ausgerüstet werden.

Partner wollen SenSTEF-Projekt fortführen

Künftig wollen die Projektpartner das SenSTEF-System für handbeschickte Scheitholz-Kleinfeuerungsanlagen einsetzbar machen. Durch kontinuierliches Monitoring des gesamten Verbrennungsprozesses wurden außerdem Möglichkeiten geschaffen, Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen rechtzeitig zu erkennen und einzuleiten sowie dem Anlagenbetreiber die Optimierung des gesamten Feuerungsprozesses zu ermöglichen. Ziel sei es, die begonnenen Forschungsarbeiten ab dem Frühjahr 2018 in einem Folgevorhaben fortzuführen und die mit dem Funktionsmuster erzielten Ergebnisse auf einen marktnahen Prototyp zu übertragen.

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