06.02.2015: HKI kritisiert Wärmegesetz

Baden-Württemberg überarbeitet derzeit sein Erneuerbares-Wärmegesetz. Es soll künftig vorschreiben, dass Bestandsgebäude bei einem Verkauf oder im Sanierungsfall 15 statt zehn Prozent der Wärme wie bislang mit erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen. Einzelraumfeuerungsanlagen, wie Holzkaminöfen, sind davon bisher allerdings ausgeschlossen.

Wärmegesetz schließt Holzöfen aus

Dagegen wehrt sich nun der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik. Mit dem Gesetz würden die überwiegenden Anwendungsbereiche dieser interessanten Form der Energiegewinnung durch einen regenerativen Rohstoff mutwillig unterdrückt, was nicht nur zur Einschränkung des Wettbewerbs führe, sondern auch die Klimaschutzziele der Bundesregierung konterkariere. “Als lokal verfügbarer Energieträger kann Holz äußerst ökonomisch und, nicht zuletzt aufgrund kurzer Transportwege, ökologisch sinnvoll genutzt werden”, sagt HKI-Präsidentin Christiane Wodtke. Als weiterer Pluspunkt komme die regionale Wertschöpfung hinzu.

HKI appelliert an BW-Regierung

“Die gesamte Produktpalette moderner Feuerstätten ist geeignet, die Anforderungen des Gesetzes vollständig zu erfüllen. Sollte es zum Ausschluss bestimmter Gerätetypen kommen, blieben bewährte Heiztechnologien willkürlich ausgeklammert, die in besonderer Weise geeignet wären, die Energiewende gelingen zu lassen. Zudem geht dies an den Interessen der Verbraucher vorbei”, kritisiert Wodtke. Moderne Feuerstätten mit effizienter Verbrennungstechnik seien dank geringer Emissionen und eines hohen Wirkungsgrades ihren Vorläufermodellen weit überlegen. Der HKI appelliert daher an die Verantwortlichen im Südwesten, ihre bisherige Planung zu überdenken.

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